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Perfektion rund ums Knie

Wenn es um Verletzungen im Kniebereich geht, sind Sie bei der Maximilium-Orthopädie an der richtigen Adresse. Unsere Spezialisten Dr. Fredrich, Dr. Köhler und Dr. Hanak führen Operationen dank neuester Verfahren zum großen Teil minimalinvasiv durch. Folgende Verfahren finden ihre Anwendung:

    •    Voll- und Teilgelenksersatz am Kniegelenk
    •    Knorpelchirurgie
    •    Kreuzbandersatzplastik
    •    Meniskusoperationen
    •    OATS-Technik (Knorpel-Knochen-Transfer innerhalb des Gelenkes)
    •    Kniegelenkerhaltende Operationen bei Kniearthrose (Umstellung)
    •    operative Stabilisierungen nach Ausrenkung der Kniescheibe (MPFL Ersatz)
    •    Reoperationen nach erneuten Kreuzbandrisse, bzw. nach fehlgeschlagenen Kreuzbandersatzoperationen
    •    Kombinierte Eingriffe mit Umstellung bei Knorpelschaden und Kreuzbandersatz

Anatomie

Das Kniegelenk besteht aus 2 langen Rohrknochen (Oberschenkelknochen und Schienbein / Femur und Tibia) und einem Sesambein (Kniescheibe / Patella). Die knöchernen Gelenkflächen sind komplett mit einem einzigartigen Gewebe und zwar dem Hyalingelenkknorpel überzogen. Dieses Gewebe weist extrem geringes Heilungspotenzial auf, da es gefäßlos ist.

Ähnlich bestehen die zwei halbmondförmigen Strukturen, die jeweils zwischen der Gelenkrolle und dem Plateau des Schienbeinkopfes lokalisiert sind, aus einem Knorpelgewebe. Das sind die Menisken. Dies ist eine andere Form des Knorpels, so genanntes Faserknorpel, welches ebenfalls dank sehr schwacher Durchblutung extrem ungern heilt.

Nach Knochen, Gelenkknorpel und Menisken, kommen die Gelenkstabilisatoren.
Die passiven Stabilisatoren sind Gelenkkapsel und die Gelenkbänder.
Die Kapsel besteht aus mehreren Schichten, wobei die innere Beschichtung als Gelenkinnenhaut (Membrana synovialis) bezeichnet wird. Diese ist für die Produktion der Gelenkflüssigkeit zuständig.

Am Knie gibt es zwei Seitenbänder, Innen- und Außenband und zwei Kreuzbänder, vorderes und hinteres.
Die dynamischen Stabilisatoren sind die zahlreichen Sehnen der Ober- und Unterschenkelmuskulatur, welche das Kniegelenk überbrücken und durch Muskelkraft stabilisieren.

Meniskusriss

Meniskusriss

Rissbildung eines oder beiden Menisken kann typische Beschwerden am Knie verursachen. Diese sind meisten belastungsabhängig.
Ein Meniskusriss kann entweder durch einen Unfall oder Alterung des Meniskusgewebes oder sogar durch Kombination von beiden entstehen. Nicht wenige der Risse bereiten dem Menschen aber auch gar keine Beschwerden, so dass man definitiv nicht sagen darf, dass jeder Meniskusriss behandlungsbedürftig wäre.
Wichtig ist es dabei, dass durch einen erfahrenen Kniespezialisten beurteilt wird, ob die Beschwerden mit dem Befund bei der klinischen Untersuchung und dem MRT (Kernspintomographie) relevant zusammenpassen. Dann kann nämlich dem Patienten durch eine sehr schonende arthoroskopische Operation gut geholfen werden. Dabei werden entweder bei älterem Meniskusriss die instabilen schmerzauslösenden Anteile entfernt (möglichst wenig und so viel wie notwendig), oder bei frischen Rissbildungen kann Teil oder kompletter Meniskus durch eine Naht erhalten werden. Dies setzt jedoch einen sehr erfahrenen Kniechirurgen auf dem Feld der arthoroskopischen Chirurgie voraus.

Arthroskopische Meniskus - Teilentfernung

Wie läuft die Operation ab ?

Es handelt sich dabei um einen ambulanten Eingriff in unserer OCD Klinik. Die Operation wird in Spinatanästhesie durchgeführt und dauert einige Minuten. Während des Eingriffes kann dem Patienten, auf Wunsch, auch das operative Vorgehen auf grossem LCD Monitor erklärt werden.
Nach zirka 2 Stunden kann der Patient wieder nach Hause abgeholt werden.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Unsere Patienten verwenden für 3-5 Tage postoperativ zwar Krücken, dürfen allerdings das operierte Bein schmerzadaptiert Aufbelasten und frei mit dem Knie bewegen. Physiotherapie kann unterstützend erfolgen. Thrombose Prophylaxe wird für 7 Tage empfohlen und je nach Beruf und Gelenkbefund kehrt der Patienten in 2 - 4 Wochen zu seiner Arbeitstätigkeit zurück. Rückläufige Restbeschwerden sind binnen der ersten 4-6 Wochen nach dem Eingriff möglich.

Arthroskopische Meniskusnaht

Wie läuft die Operation ab ?

Es ist in unseren Händen ebenfalls ein ambulanter Eingriff in OCD Klinik im Maximilium, welcher je nach Ausdehnung des Risses zwischen 15-30 Minuten in Spinatanästhesie dauert. Der Riss wird in s.g. " all inside " Technik genäht, so dass nicht mehr als 2-3 winzige Stichinzisionen am Knie für den ganzen Eingriff notwendig sind und keine zusätzlichen seitlichen Zugänge angelegt werden müssen. Nicht selten wird auch in der gleichen Sitzung, ebenfalls rein arthoroskopisch das gerissene vordere oder hintere Kreuzband genäht oder mit körpereigener/-n Sehne/-n ersetz.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Nach Meniskusnaht wird die tiefe Beugung des Kniegelenkes für 6 Wochen reduziert und die Mobilisation erfolgt unter Teilbelastung.
Postoperativ empfehlen wir eine Physiotherapie. Beruflicher Ausfall beträgt 4-8 Wochen, Sportkarenz 3 Monate.

Knorpelschaden

Knorpelschaden ( KS ) kann ähnlich wie Meniskusriss entweder durch Unfall oder Degeneration des Knorpelgewebes verursacht werden.
I.d.r. führt ein in der Belastungszone lokalisierter KS zur belastungsabhängigen Schmerzen, Schwellneigung des Knies, event. Schmerzen in der Kniekehle. Durch eine Ausrenkung der Kniescheibe bedingter KS kann anschl. s.g. Krepitatio ( Knirschen, Schnappen ) hinter der Kniescheibe hervorrufen.
Ein KS kann sehr zuverlässig durch ein MRT ( Kernspintomographie ) festgestellt werden.
Falls es sich um einen frischen, einige Tage alten, unfallbedingten KS handelt, event. noch mit kleiner knöcherner Schuppe, kann dies durch arthroskopische oder mini offene Operation wieder refixiert ( Minischrauben, Fäden ) werden.
Sonst bietet die modernste Knorpelchirurgie zur Wiederherstellung der Gelenkoberfläche grundsätzlich 3 unterschiedlichen OP Verfahren.
Darüber hinaus ist es essentiell die Ursache für den KS durch Ihren Kniespezialisten klären zu lassen! Sehr häufig ist nämlich für einen degenerativen KS im Knie eine langjährige einseitige Überlastung des Kniegelenkes durch Beinachsenfehler ( am häufigsten das s.g. "O", "X" Bein ) verantwortlich. Diese muss dann selbstverständlich, am besten gleichzeitig mit einem der knorpelwiederherstellenden Eingriffen, operativ korrigiert werden! Sonst kann logischerweise nicht mit einem langfristig guten Ergebnis gerechnet werden.

Arthroskopische Microfracturierung

Wie läuft die Operation ab?

Bei gut abgegrenzten Knorpelschaden bis zur 2,5 cm2 Grösse wird im Rahmen einer ambulanten arthroskopischen Operation der frei liegender harter Knochen auf dem Boden des Knorpeldefektes an mehreren Stellen perforiert ( " eingebrochen " = fracture ). Aus diesen Öffnungen kommt es zur Einblutung des Knorpeldefektes und aus dem Blutgerinsel ( Koagel ) entsteht innerhalb von 6-10 Wochen ein Knorpelregenerat ( "Knorpelnarbe") Die OP Dauer beträgt in Spinalanästhesie 15-30 Minuten.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Ausschlaggebend für gutes Ergebnis ist eine intensive Übung der passiven Beweglichkeit des Kniegelenkes mit Hilfe einer Motorschiene ( CPM Behandlung = continous passive motion ), mit welcher der Patienten von uns leihweise für 6 Wochen versorgt wird. Postoperativ ist eine Teilbelastung des operierten Beines, Mobilisation an Krücken für 6 Wo notwendig. Danach wird mit Fahrradfahren begonnen, Rückkehr zur weiteren Sportaktivitäten ist binnen der 6-12 Mo postop. zu erwarten.

Knorpel-Knochen Übertragung ( OATS, "Mosaikplastik")

Wie läuft die Operation ab ?

Dieser knorpelwiederherstellender Eingriff wird bei geeignetem isolierten, eher kleineren Knorpelschaden entweder arthroskopisch oder "mini open" unter stationären Bedingungen durchgeführt. Es werden dabei aus einem minimal belasteten Areal des betroffenen Kniegelenkes ein oder mehrere Knorpel-Knochen Zylinder entnommen und diese dann in " press fit " Technik in den speziell vorbereiteten Knorpeldefekt in der Belastungszone übertragen. Die Einheilung ist im wesentlichen in 6-8 Wochen abgeschlossen ( Knochen - Knochen Heilung ) und in dem Defekt befindet sich ein original Gelenkknorpel. Die Entnahmestellen füllen sich mit Faserknorpelgewebe.
Diese Operationstechnik verlangt eine sehr große Erfahrung des Operateurs und sollte daher nur durch Kniespezialisten mit Expertise in der gelenkerhaltenden Chirurgie durchgeführt werden!

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Nachbehandlung ist prinzipiell mit der nach Microfracturierung identisch.

Knorpeltransplantation ( ACT, MACT )

Wie läuft die Operation ab ?

Bei dieser Operation, durch auch wesentlich grössere Knorpeldefekte behandelt werden können, wird im Rahmen einer kurzen ambulanten arthroskpischen Operation der Knorpeldefekt vor Ort beurteilt und mit einer 4mm grosser Stanze ein Knorpel-Knochen Zylinder aus der nicht belasteten Zone der Gelenkfläche entnommen. In 4-8 Wo, nach Knorpelzellenanzüchtung, wird das Knorpeltransplantat in entweder flüssiger oder geleeartiger Form zurück ins Kniegelenk, i.d.R. mini open, implantiert. Die 2. Operation erfolgt unter stationären Bedingungen.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Je nach Defektgrösse und Lokalisation wird eine Entlastung oder Teilbelastung für 6 Wochen verordnet. Beweglichkeit wird bis auf Ausnahmen freigegeben, die o.g. CPM Behandlung 6 Wochen durchgeführt. Dabei wird der Patient ebenfalls von uns mit der Bewegungsschiene leihweise versorgt. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Beruf zwischen 6-12 Wochen.

Bandverletzung

Welche Bänder sich am Kniegelenk befinden ist unter Kapitel Anatomie zu erfahren.
Grundsätzlich kann man diese Verletzungen in akut ( frisch, die ersten 3 Wochen ) und chronisch ( alt ) unterscheiden und dementsprechend sie auch behandeln.
Wenn anhand einer klinischen Untersuchung Verdacht auf mechanisch relevante Bandverletzung gestellt wird, soll die Diagnostik durch zeitnahes MRT vervollständig werden.
Akute Bandverletzungen werden durch einen Kniespezialisten fast ausschließlich nichtoperativ behandelt. Je nach Ausmaß der Verletzung werden verschiede Knieorthesen angelegt, um das Gelenk zu stabilisieren, dem Band " die Zeit und Ruhe " zum Heilen gewährleisten und eine gleichzeitige Aufbelastung des Kniegelenkes zu ermöglichen.
In seltenen Fällen muss ein kompletter Band Ab-/Riss doch operativ refixiert ( genäht ) werden, da sonst eine mittel und langfristig das Knie schädigende Instabilität resultieren würde.
Es können sogar frische komplette Risse des vorderen oder hinteren Kreuzbandes arthoroskopisch refixiert werden, so dass eine spätere Bandersatzoperation dem Patienten erspart bleibt. Diese Operationen sollen ausschließlich durch sehr erfahrene Arthroskopeure indiziert und durchgeführt werden!

Kreuzbandruptur

Es kann sowohl das vordere ( VKB ) als auch das hinter ( HKB ) Kreuzband gerissen werden. Durch den Unterschied in der Blutversorgung der Kreuzbänder weist das HKB deutlich höheres Heilungspotenzial unter nichtoperativer Therapie auf, vorausgesetzt, man erkennt und behandelt diese Verletzung binnen einigen Tagen nach dem Unfall !!!
Aber auch nicht alle Verletzungen des VKBs müssen operativ behandelt werden! Je nach Rissform kann durch zeitnahe konservative Therapie wieder eine gute Gelenkstabilität hergestellt werden. Dies muss sehr individuell mit dem Patienten besprochen werden und verlangt eine grosse Erfahrung in der Sportorthopädie seitens des Arztes.
Verletzungen des HKB sind wesentlich seltener, werden jedoch um so häufiger bei akut verletzten Knie übersehen!
Ein isolierter Riss des HKB sollte immer eine Chance bekommen, unter nicht operativen Maßnahmen zu heilen. Erst nach entsprechender Schienen/ Orthesenbehandlung, die auch bis zu 3 Monaten dauern kann, sollte die HKB Stabilität klinisch und röntgenologisch überprüft und nur bei wesentlichen Instabilitäten ( Gr. III ) ein arthroskopischer HKB Ersatz empfohlen werden. Diese Behandlung gehört wieder ausschließlich in Hände eines sehr erfahrenen Sportorthopäden / Arthroskopeurs.

Arthoroskopische Kreuzbandnaht

Wie bereits erwähnt, kann in ausgewählten Fällen einer rechtzeitig ( binnen der ersten 2 Wochen nach Unfall ) festgestellten akuten VKB Ruptur, kann das Kreuzband im Rahmen einer arthroskopischen Operation wieder genäht ( refixiert ) werden. Wird diese Operation durch einen erfahrenen Arthroskopeur indiziert und durchgeführt, können hierdurch sehr gute Ergebnisse hinsichtlich der Gelenkstabilität erreicht und eine Bandersatzoperation vermieden werden.
Die Nachbehandlung ist mit einer nach VKB Ersatz Operation identisch.

Arthroskopischer Kreuzbandersatz 

Wie läuft die Operation ab ?

Eine Kreuzbandersatzplastik ist sehr elektive Operation, die ERST !!! dann durchgeführt werden soll, wenn sich das zu operierte Kniegelenk von dem Unfall " erholt " hat und möglichst abgeschwollen, schmerzfrei beweglich ist. Wird der Eingriff am immer noch deutlich gereizten Knie durchgeführt, ist es mit wesentlich längerer Nachbehandlungszeit, hartnäckigen Restbeschwerden und nicht selten Beweglichkeitseinschränkung
zu rechnen.
 
Diese arthroskopische Operation kann entweder ambulant oder stationär durchgeführt werden. Wir bieten beide Optionen an.
Man kann zwischen Vollnarkose und Spinalanästhesie wählen. Selbstverständlich werden auch alle anderen Verletzungen im Knie ( Meniskusriss, Knorpelschaden ) gleichzeitig mitbehandelt. Von mehreren Operationen wegen einer Knieverletzung ist intensiv abzuraten, trotzdem sieht man dies immer wieder!

Nach präziser arthroskopischer Anlage von zwei Bohrkanälen jeweils ein im Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf, wird das VKB Transplantat aus einer oder zwei körpereigenen Sehnen ( Semitendinosus, Gracilis ) ins Kniegelenk eingezogen und in den Kanälen befestigt.
Die Op Dauer beträgt 30-45 Minuten, ggf. länger bei gleichzeitiger Versorgung von Begleitverletzungen.
Ambulante Patienten können etw. einige Stunden nach Op abgeholt werden, oder gerne bei uns in OCD Maximilium übernachten. Dies wird individuell mit Patienten entschieden.
Stationäre Patienten bleiben 3 Tage postoperativ in der Klinik.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Unseren Patienten erlauben wir nach 2 wöchiger Teilbelastung eine schmerzgesteuerte Vollbelastung mit einer Knieorthese für ings. 8 Wochen.
Patient wird 2-3 x wöchentlich nach unserem Schema im Rahmen von Krankengymnastik, welche durch uns rezeptiert wird, nachbehandelt.
Viele Patienten sind bereits im Laufe der 3. postop. Woche ohne Krücken unterwegs.
Rückkehr ins Arbeitsleben ist je nach Beruf in 5-10 Wochen möglich.

Erneute Kreuzbandruptur / Transplantatversagen

Auch ersetztes Kreuzband kann wieder reisen. Dies heißt sicherlich nicht, dass das betroffene Knie danach lebenslang instabil bleiben muss!
Der Patient soll in diesem Falle einen Kniespezialisten mit Schwerpunkt Bandchirurgie aufsuchen. Auch diese Bandlungen gehören zu unserem Alltag.
Ein Kreuzbandersatz reisst entweder durch adäquates Trauma, oder versagt durch suboptimale Implantation ( Operation ).
Die Ursache des Versagens muss ausführlichst durch Spezialisten analysiert werden und erst nach entsprechender klinischer Untersuchung, welche durch MRT und CT des Kniegelenkes ergänzt wird, kann das optimale Therapieschema festgelegt werden. Da aus unserer Erfahrung ein " Kreuzbandversager " fast ausschließlich durch eine Fehllage der Bohrkanäle verursacht wird, kann nur durch 2 Operationen wieder ein stabiles Knie wiederhergestellt werden.

Arthroskopischer Kreuzband- RE-ERSATZ

Wie läuft die Operation ab ?

Im Rahmen des ersten arthoroskopischen Eingriffes, welcher unter stationären Bedingungen durchgeführt wird, werden die Transplantatreste aus dem Knie und den Bohrkanälen im Oberschenkelknochen und Schienbein entfernt. Durch 3cm langen Schnitt erfolgt Entnahme vom Spogiosaknochen aus vorderem Beckenkamm und mit diesem Gewebe werden arthroskopisch die alten Bohrkanäle gefüllt (= Spongiosaplastik ).
6 Monate danach wird arthroskopisch das neue Kreuzband entweder mit Sehnen aus der Gegenseite oder mit Quadrizepssehne der betroffenen Seite ersetzt.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Nach der 1. Operation bleibt der Patient 3 Tage in der Klinik. Die Kniebeweglichkeit ist sofort freigegeben und nach 2 Wo Teilbelastung darf mit Vollbelastung begonnen werden.
Nach der 2. Operation ist die Nachbehandlung mit der nach erstem Kreuzbandersatz identisch. Siehe oben.

Kniescheibeninstabilität - Luxation der Paella

Ausrenken ( Luxation ) der Kniescheibe gehört zu Beschwerden, mit denen wir uns in unserer Praxis sehr häufig beschäftigen.
Zur Luxation führt selten ausschließlich ein adäquates Unfallereignis. Die rein traumabedingten Luxationen gehen ziemlich regelmäßig mit Verletzungen des Knorpels ( Kniescheibe, Gleitlager ) einher.
Wesentlich häufiger können bei Patienten mit Patellaluxation anlagebedingte Risikofaktoren festgestellt werden, die das Ausrenken wesentlich begünstigen und somit berichten diese Patienten über bereits wiederholt stattgehabte Luxationsereignise ( s.g. habituelle Patellaluxation ).
Nach jeder Patellaluxation soll zeitnah mittels MRT des Kniegelenkes ein operationsbedürftiger Knorpelschaden ausgeschlossen werden. Wird dieser ausgeschlossen, sollte nach der 1. Luxation das Knie nichtoperativ behandelt werden. Nach einigen Tagen mit Krücken soll die normale Beweglichkeit des Knies wiederhergestellt  und die Oberschenkelmuskulatur auftrainiert werden. Eine Ruhigstellung des Kniegelenkes, was immer wieder auswärtig angeordnet wird, führt nicht zur Verringerung des Reluxationsrisikos und soll daher verlassen werden!

Kommt es im weiteren Verlauf zu erneuten Luxation der Patella, so wird eine operative Therapie zur Stabilisierung der Patella empfohlen um den sekundären Knorpelschaden durch wiederholte Luxationen zu verhindern.
In diesem Zusammenhang müssen durch einen Kniespezialisten alle möglichen Instabilitätsursachen in Betracht gezogen bzw. sicher ausgeschlossen werden, denn erst so kann die richtige, für den einzelnen Patienten passende Operation indiziert werden. Zusammenfassend werden kniegelenks-nahe und
-ferne Eingriffe sowohl an Weichteilen als auch Knochen durchgeführt.
Am häufigsten wird in unserem Praxisalltag bei Patellaluxationen eine minimal invasive Bandersatzoperation empfohlen und mit exzellenten Langzeitergebnissen durchgeführt.

Minimal invasiver MPFL Ersatz

Wie läuft die Operation ab ?

MPFL ( mediales patellofemorales Ligament ) ist eine Bandstruktur, welche sich um die seitliche Patellastabilität kümmert.
Dieses Band wird bei jeder Patellaluxation gerissen. Kommt es während der Heilung zur funktionsfähigen Vernarbung des Bandes, so kann die Patella wieder stabil werden. Eine erneute Luxation deutet auf ein funktionsloses MPFL hin.

Die Operation wird unter stationären Bedingungen durchgeführt ( Vollnarkose oder Spinalanästhesie ). Zunächst erfolgt, ähnlich wie bei Kreuzbandersatz, durch einen kleinen Hautschnitt Entnahme einer Sehne ( Gracilis ), aus welcher das Bandtransplantat vorbereitet wird. Durch 2 weitere kleine Hautschnitte wird das neue Band jeweils in die Kniescheibe und den Oberschenkelknochen befestigt. Op Dauer 30-40 Minuten, stationärer Aufenthalt beträgt 3 Tage.

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Unsere Patienten werden ab dem ersten postop. Tag ohne Orthese unter Teilbelastung mobilisiert. Die Kniebeweglichkeit ist sofort schmerzgesteuert freigegeben. Ab der 3. Woche darf man mit Vollbelastung beginnen. Fahrradfahren ist ab der 5.-6. Woche langsam möglich, komplette Sportfreigabe erfolgt ab dem 4. Monat. Arbeitsunfähigkeit beträgt zwischen 5 und 10 Wochen je nach Beruf.

Knie Arthrose - Gonarthrose

Arthrose ist Erkrankung des hyalinen Gelenkknorpels. Führt zu zunehmendem Verlust der Gelenkbeweglichkeit. Darüber hinaus führt sie zur Entzündung der Gelenkinnenhaut, welche Schmerzen und Schwellneigung des Gelenkes verursacht.
Arthrose muss nicht Verzicht auf gewöhnte körperliche Aktivität, Lebensqualität bedeuten, bzw. einen Gelenkersatz als einzige Therapieoption haben.
Dem Patienten stehen in unserer Praxis, je nach Leidensdruck, Alter, individuellen Ansprüche und Stadium der Arthrose, verschiedene konservative und operative Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.
Das Ziel der Therapie sollte immer Schmerzlinderung, Steigerung der Belastungsfähigkeit bzw. der Lebensqualität mit gleichzeitig möglichst Gelenkerhalt sein. Sollte der Letzte nicht mehr möglich sein, so kann durch einen Gelenkersatz aus den Händen eines erfahrenen Operateurs ebenfalls das Leiden des Patienten wesentlich reduziert werden. Dem Gelenkersatz widmet sich ein gesonderter Teil unsere Internetpräsentation.
Hier möchten wir Ihnen ein einzigartiges OP Verfahren vorstellen, welches einen langfristigen Gelenkerhalt auch bei stark ausgeprägter Kniearthrose gewährleistet.

Kniegelenerhalt bei Arthrose - Umstellungsosteotomie

In der Orthopädie Maximilium Donauwörth steht Ihnen ein einzigartiges Therapiekonzept zum Kniegelenkerhalt bei Arthrose zur Verfügung. Unsere langjährige Erfahrung, Expertise mit dieser Behandlung und jährliche Zahlen von durch einen Operateur durchgeführten Operationen dieser Art (130 - 150 pro Jahr) sind Bayernweit nur selten zu finden.

Durch dieses minimal invasives OP Verfahren, welches kniegelenksnah entweder am unteren Oberschenkelknochen oder unterhalb des Schienbeinkopfes durchgeführt wird, ändert die s.g. mechanische Beinachse und so kommt es nachhaltig zu einer bis 70% Druckentlastung des durch die Arthrose betroffenen Gelenkbereiches und somit einer wesentlichen Schmerzlinderung, wenn nicht Schmerzfreiheit.
So werden wöchentlich durch uns auch bereits ausgeprägt arthrotisch veränderte Kniegelenke erhalten.

Wie läuft die Operation ab ?

Der Eingriff wird ausschließlich unter stationären Bedingungen entweder in Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt. Die Operation wird durch einen zwischen 5-9cm langen Hautschnitt an dem kniegelenksnahen Knochen durchgeführt, an dem sich der mehr oder wenig ausgeprägte Beinachsenfehler befindet. Häufigerer erfolgt die Osteotomie (= Durchtrennen vom Knochen) unterhalb des Schienbeinkopfes, seltener dann am unteren Oberschenkelknochen. Dies halt allerdings keinen Einfluss auf die Scherzhaftigkeit der Operation, bzw. ihrer Nachbehandlung. Je nach Schwergrad der Arthrose wird des "O" oder "X" Bein in die Gerade umgestellt oder leicht (um wenige Grad) überkorrigiert, damit eine relevante Entlastung erreicht werden könnte.
Die neue Stellung wird mit einer kleinen, extrem stabilen Platte und Schrauben befestigt.
Die Operation dauert zwischen 40 - 70 Minuten, und in unseren Händen wird sie falls notwendig nicht selten mit einem arthroskopischen knorpelwiederherstellenden Eingriff im Knie oder Kreuzbandersatz kombiniert. Dadurch bleibt dem Patienten eine zweite Operation bzw. bis zu 3 Monaten extra Ausfall erspart!

Wie sieht die Nachbehandlung aus ?

Der stationärer Aufenthalt beträgt 4 Tage. Patient darf ab dem 1. postop. Tag mit dem Knie frei bewegen, trägt keine Orthese oder Gips. Die ersten 14 Tage empfehlen wir eine Teilbelastung, welche ab der 3. Wochen in eine schmerzadaptierte Vollbelastung übergeht, so dass unsere Patienten im Durchschnitt 3-5 Wochen postoperativ an Krücken mobilisiert werden. Postoperativ wird Physiotherapie mit ggf. Lymphdrainagen verordnet.
Die vorherigen chronischen Knieschmerzen sind innerhalb der ersten Wochen nach der Umstellung so gut wie weg, dem Patienten bleiben zirka 2-3 Monate Restbeschwerden im OP Bereich.
Die Platte mit Schrauben kann (muss nicht !!!) in 12-16 Monaten innerhalb eines kurzen ambulanten Eingriffes entfernt werden.
Beruflicher Ausfall beträgt zwischen 6-12 Wochen je nach körperlicher Belastung.


Einer der aktuellsten und umfangreichsten Studien an Patienten nach diesem Eingriff konnte zeigen, dass 80-90 % der Patienten waren 10 Jahre nach der Osteotomie (Umstellung) auch mit ausgeprägter Arthrose ohne weiteren Eingriff am Knie mit Ergebnis der Operation sehr zufrieden. Und für die Fälle, wo später (nach 10-15 Jahren) doch durch fortschreiten der Arthrose ein Gelenkersatz empfohlen wird, ist dieser problemlos möglich. Also die Umstellung schließt einen späteren Gelenkersatz nicht aus.

Für viele unserer Patienten, bei denen dieser Eingriff rechtzeitig und fachgemäß durchgeführt wurde, haben wir das Kniegelenk im original Zustand lebenslang "gerettet". Darüber hinaus ist uns aus unserem Umstellung - Patientengut aus den letzten 9 Jahren kein einziger!!!! Fall bekannt, wo bereits ein Kniegelenkersatz notwendig gewesen wäre.